Dr. med. Michael Keller
Hals-Nasen-Ohrenarzt
Ambulante Operationen
Naturheilverfahren - Akupunktur
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... mehr über Naturheilverfahren

Heutzutage werden unter dem Begriff „Naturheilverfahren“ unterschiedlichste Methoden zusammengefasst, die für sich in der Regel Eigenschaften wie naturnah, gut verträglich, ganzheitlich und ähnliches in Anspruch nehmen. Es sind nicht nur traditionelle Heilverfahren aus unserem eigenen Kulturkreis, wie Phytotherapie, Wasserbehandlung (Kneipp), Homöopathie (Hahnemann), Bewegungstherapie, Diätetik (Mayr, Brenner, Schrot), Neuraltherapie (Hunecke) sondern auch viele Heilmethoden aus anderen Kulturkreisen wie die Akupunktur, chinesische Kräuterheilkunde, Bewegungsübungen wie Qi-Gong, Tai Qi, Ayurvedische Medizin und vieles mehr.

Ein entscheidender Unterschied zwischen Naturheilverfahren und Schulmedizin besteht im Therapieansatz:
Die naturheilkundlichen Verfahren wollen durch Unterstützung der körpereigenen Kräfte ein gesundes Gleichgewicht der Regelsysteme des Menschen wieder herstellen - schulmedizinische Verfahren durch Entfernung (z.B. OP), Ersatz (z.B. Insulingabe beim Diabetes), Gegensteuerung (z.B. medikamentöse Bluthochdruckbehandlung) oder Abtötung (Antibiotika, Virostatika, Zytostatika) einen normgerechten Funktionszustand erreichen. Daraus wird klar, das die Naturheilkunde eine grundsätzliche Regulationsfähigkeit voraussetzt. Wo diese gar nicht mehr gegeben ist (Notfallmedizin, schwere Verletzungen, schwere Krebserkrankungen et c.), sind die Möglichkeiten der Naturheilverfahren sehr eingeschränkt. In diesen Bereichen konnte schon vielen Menschen durch unsere hochentwickelte Schulmedizin geholfen werden!

Konfliktstoff entsteht dadurch, dass die Naturheilkunde der Schulmedizin gegenüber gestellt wird. Hier tauchen dann Begriffe wie Komplementärmedizin und Alternativmedizin auf. Meiner Ansicht nach ist die Trennung Schulmedizin und Naturheilkunde längst überholt. Bei meiner täglichen Arbeit integriere ich ganz selbstverständlich, wie viele andere gut ausgebildete Schulmediziner auch, naturheilkundliche und schulmedizinische Verfahren. Übrigens wird Naturheilkunde heute den Studenten auch an den Universitäten im Rahmen des regulären Medizinstudiums gelehrt.

Selbstverständlich muss jede Therapie, sei es „naturheilkundlich“, oder „schulmedizinisch“ kritisch geprüft werden. Aber nicht nur im Hinblick auf ihre Effizienz und Effektivität für den statistischen Durchschnittsmenschen, sondern ganz besonders darauf, ob sie für den einen Betroffenen, den es jetzt zu behandeln gilt, die angemessene Methode ist. Hier sehe ich eine große Stärke der Naturheilkunde, denn die meisten Verfahren sind sehr an den Bedürfnissen des einzelnen Patienten orientiert.

Allgemein gilt die Naturheilkunde als harmlos und nebenwirkungsfrei. In vielen Bereichen trifft das auch zu. Die hier zugelassenen pflanzlichen Medikamente (Phytotherapeutika) weisen oft eine größere Verträglichkeit und eine größere therapeutische Breite auf, als manche chemisch definierten Medikamente zur Behandlung der gleichen Erkrankungen. Hier wird meines Erachtens von der Naturheilkunde der medizinische Leitsatz „nihil nocere “ (nicht schaden) in lobenswerter Weise vertreten.

Allerdings ist nicht alles Naturheilkundliche auch wirklich harmlos. Bestimmte Körpertherapien, chirotherapeutische Handgriffe, neuraltherapeutische Injektionen, bestimmte selten verwendete Akupunkturpunkte und auch einige pflanzliche Präparate (man denke nur an den Fingerhut = Digitalis)können durchaus erhebliche Risiken und Nebenwirkungen bergen. Der seriöse naturheilkundliche Therapeut wird selbstverständlich darauf hinweisen.

Für mich persönlich ist die Naturheilverfahren eine wunderbare Ergänzung meines schulmedzinischen „Werkzeugkastens“. Es gibt Menschen und Situationen bei denen eine mehr an naturheilkundlichen Aspekten ausgerichtete Behandlung erfolgversprechend ist. In anderen Fällen ist eine umfassende schulmedizinische Therapie notwendig. Dies zu unterscheiden ist wohl die Kunst der ärztlichen Tätigkeit und ich bemühe mich darum, hier immer wieder neu hinzu zu lernen.

Im Vordergrund für den Betroffenen steht meines Erachtens nicht, welche Therapie in einer Studie statistisch im Durchschnitt am erfolgreichsten erscheint, sondern was in genau diesem Fall, für genau diesen betroffenen Menschen, der beste Weg ist.

Nachfolgend will ich ihnen aus der Vielfalt der naturheilkundlichen Verfahren nochmal eine kurze Auswahl der Gebräuchlichsten geben.Zu einigen Punkten habe ich informative Links angegeben

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